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Regeln Sie Ihre Verdauung
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Die Verdauung sitzt im Bereich des Bauches – unseres körperlichen Zentrums. In dieser Mitte verarbeiten wir, was wir aufnehmen – Nahrung wie auch Erlebnisse und Gefühle. Verdauungsstörungen gehen daher oft mit psychischen Fragen einher und sie lassen sich von beiden Seiten lösen.

Verdauungsbeschwerden sind meist hausgemacht
Verstopfung, medizinisch Obstipation genannt, entsteht in den meisten Fällen durch falsches Verhalten, zum Beispiel eine Fehlernährung mit zu wenig Ballaststoffen, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, zu wenig Bewegung oder zu wenig Entspannung und unzureichendem Schlaf. Weitere Gründe können sein: psychische Probleme (vor allem Depressionen, Stress oder Burnout), Schwangerschaft, (meist schon in der Kindheit) gelerntes Zurückhalten, Nebenwirkungen von Medikamenten, Abführmittelmissbrauch, ungewohntes Essen oder veränderter Tagesrhythmus wie bei Urlaubsreisen.

Aktiv die Verdauung in Schwung bringen
Die gute Nachricht: Wenn Verdauungsprobleme hausgemacht sind, lassen sie sich auch meist durch eigenes Tun wieder in den Griff bekommen. So können Sie sich selbst helfen:

  • Leichte Kost: Entscheidend ist es, eine leichte und ausgewogene Kost mit einem hohen Anteil an frischem, reifem Obst und Gemüse zu essen.
  • Kräuter und Gewürze: Verdauungsanregende Kräuter und Gewürze sind zum Beispiel Anis, Chili, Fenchel, Ingwer oder Kümmel.
  • Ballaststoffe: Nehmen Sie genügend Ballaststoffe zu sich – durch Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Weiterhin lassen sich das morgendliche Müsli oder ein Joghurt zwischendurch gut mit Weizenkleie oder Leinsamen, beispielsweise mit Goldsam Leinsamen Classic, anreichern.
  • Kauen: Die Verdauung beginnt bereits im Mund – mit dem mechanischen Zerkleinern der Nahrung mit den Zähnen und dem ersten Aufspalten durch die Enzyme im Speichel. Daher ist es wichtig, jeden Bissen gut zu kauen, etwa 20 Mal.
  • Essig-Aperitif: Ein Geheimtipp! Damit der Magen die Nahrung, die wir zu uns nehmen, gut verdauen kann, benötigt er ein saures Milieu. Der Essig liefert die erforderliche Säure.
  • Trinken: Zunächst ist es wichtig, ausreichend klares Wasser zu trinken. Weiterhin helfen manchmal Obst- und Gemüsesäfte, vor allem Pflaumen- und Sauerkrautsaft.
  • Bewegung: Körperliche Bewegung bewegt auch den Verdauungstrakt. Daher gehört regelmäßiger Sport ebenfalls zu einem ganzheitlichen Verdauungsprogramm. Gut geeignet sind Ausdauersportarten (zum Beispiel Joggen, Walken, Schwimmen oder Radfahren), Gymnastik, Yoga (mit Übungen speziell für die Verdauung) oder auch flottes Spazierengehen.
  • Entspannung: Führen Sie regelmäßig Entspannungsübungen durch, zum Beispiel Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Meditation, Yoga. Das lockert den Verdauungsbereich und unterstützt das Loslassen.
  • Bauchmassage: Schnell, angenehm, kostenlos und wirkungsvoll. Massieren Sie regelmäßig den Bauchbereich im Uhrzeigersinn. Achten Sie dabei auf eine entspannte Haltung. Wer mag, kann ein duftendes Massageöl mit ätherischen Ölen dazu verwenden. Ideal sind zum Beispiel die naturreinen ätherischen Öle Anis, Majoran, Kamille oder Kümmel – 3 bis 5 Tropfen auf 20 ml Olivenöl.
  • Loslassen lernen: In unserem Bauchzentrum verdauen wir neben der Nahrung, die wir zu uns nehmen, auch unsere Gefühlserlebnisse. Wer zu Verdauungsproblemen neigt, hat oftmals auch Schwierigkeiten, Erfahrungen und Gefühle zu verarbeiten und sich dem Leben ohne Kontrolle hinzugeben. Gefühle zulassen, sich dem Wechsel von Empfangen und Loslassen hingeben und dem Lebensfluss vertrauen sind hier zum Beispiel Lernaufgaben. Auch Freude und Lachen lockern und helfen beim Loslassen …

 
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